Auf die Plätze, fertig, Grillen!
Die Grillsaison hat bereits begonnen. An lauen Sommerabenden sind sie in den Gärten und Parkanlagen der Nation nun nicht mehr zu übersehen: biertrinkende Männer, die mit Holzkohle und Zange bewaffnet den Grill befeuern.
Grillen ist noch immer eine klare Männerdomäne. Während die Frauen dem Grillspektakel üblicherweise auf der Kosmetikliege liegend aus sicherer Entfernung beiwohnen und höchstens die Beilagen zubereiten oder ihrem Gatten ein frisches Bier zum Grill bringen dürfen, bleibt das Hantieren mit glühender Kohle am Grillrost dem Hausherren vorbehalten. Die Vorherrschaft des Mannes am Grill ist scheinbar eines der letzten Überbleibsel der Steinzeit, in der bereits die Beherrschung des Feuers alleinig dem männlichen Geschlecht vorbehalten war. Schließlich ist die Zubereitung von Nahrung am offenen Feuer auch etwas Abenteuerliches und verleiht dem Mann am Grill eine gewisse Macht über die Naturgewalten.
Fleisch und Feuer sind ein Muss
So selbstverständlich wie der Mann als Alleinherrscher am Rost die Grillzange in der Hand hält, scheinen auch die Zutaten für einen klassischen Grillabend wie in Stein gemeißelt festzustehen: zum Grillen gehört Feuer, Fleisch und sonst nichts. Elektro- und Gasgrills mögen zwar praktisch sein, werden von so manchem selbst ernannten Grillprofi aber nach wie vor belächelt. Viele Männer schwören auf ihren Holzkohlegrill und nehmen lieber den einen oder anderen Streit mit der Nachbarschaft wegen der Rauchentwicklung in Kauf, als auf das unnachahmlich rauchige Aroma zu verzichten, das die Holzkohle den saftigen Steaks, Würstchen und Co. verleiht. Dass dabei mitunter krebserregende Stoffe aus dem Grillgut übertragen werden können, wird von den Puristen am Grill stillschweigend in Kauf genommen. Wer die gesundheitsschädlichen Nebenwirkungen des Grillvergnügens vermeiden möchte, kann einen einfachen Trick anwenden: statt direkt auf dem Rost kann das Grillgut in Aluschalen gelegt und dann schadstoffarm zubereitet werden.
Holzkohlegrills können entweder ganz klassisch mit Holzkohle oder aber mit Briketts betrieben werden. Solche Briketts werden aus unterschiedlichen Materialien hergestellt und haben gegenüber herkömmlicher Holzkohle den Vorteil, dass sie wesentlich länger brennen. Sie sind in der Regel etwas teurer, was durch den geringeren Verbrauch aber ausgeglichen werden kann.
Verschiedene Holzkohlemodelle
Holzkohlegrills gibt es in den unterschiedlichsten Varianten. Besonders schön anzusehen und vor allem bei großen Gartengrundstücken empfehlenswert sind die so genannten Feuerkörbe, bei denen ein Grillkorb mit Rost über eine offene Feuerstelle gehängt wird. Eine besonders beliebte Variante des Holzkohlegrills ist der Schwenkgrill. Dieses Grillmodell besteht meist aus einem dreibeinigen Gerüst, in dessen Mitte an einer Hängevorrichtung der Grillrost über einer offenen Feuerstelle oder einer feuerfesten Schale mit Grillkohle hängt. Praktisch für Unterwegs und für spontane Grill-Sessions im Park oder am Strand sind Einweggrills. Sie bestehen aus einer bereits mit Holzkohle befüllten Aluminiumschale und einem darüber liegenden Rost. Nach einmaligem Gebrauch können diese Grillmodelle an gekennzeichneten Stellen leicht entsorgt werden.